- RIS: Geltende Fassung des EZG
- CITL
- EXAA: Die Österreichische Strombörse
- Unabhängige Prüfeinrichtungen
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In Österreich sind ca. 200 energieintensive Industrieanlagen verpflichtet, am Emissionshandel
teilzunehmen. Betroffene Branchen sind Energieversorgungsunternehmen (Kraftwerke und Fernheizwerke,
Raffinerien), Eisen- und Stahlindustrie, Zement- und sonstige Mineralstoffindustrie,
Papierindustrie, sowie weitere Anlagen aus Branchen wie der chemischen Industrie und
Spanplattenherstellung. Die BetreiberInnen dieser Anlagen erhalten von der zuständigen Behörde, dem
Lebensministerium, jedes Jahr bis zum 28. Februar Zertifikate, die zur Emission je einer Tonne
Kohlendioxidäquivalent pro Zertifikat berechtigen.
Die Anzahl der an die Unternehmen zugeteilten Zertifikate ist in der Nationalen
Zuteilungstabelle festgelegt. Diese Zertifikate werden im Emissionshandelsregister in Konten
verwaltet. Die Emissionen der Anlagen werden jeweils nach Ende eines Kalenderjahres ermittelt, von
einer unabhängigen Prüfeinrichtung geprüft und bis zum 31. März für das jeweils vergangene Jahr im
Register eingetragen. Für die geprüften Emissionen müssen bis zum darauf folgenden 30. April die
Zertifikate eingelöst werden. Liegen die tatsächlichen Emissionen über dem Wert, für den
Zertifikate vergeben wurden, kann die Firma über den Emissionshandel weitere Zertifikate zukaufen.
Gehandelt werden kann innerhalb der Europäischen Union, ab 2008 auch international. Die Links
zu den Registern anderer europäischer Länder finden Sie über das Community Independent Transaction
Log (CITL) der Europäischen Kommission. Der Handel findet OTC (over the counter) oder an einer
Börse – z. B. der EXAA – statt. Für die Eröffnung eines Kontos im Register muss das Unternehmen
über eine Genehmigung der Anlage nach dem Emissionszertifikategesetz (EZG) verfügen und eine
unabhängige Prüfeinrichtung benennen. Weitere Details zur Kontoeröffnung finden Sie im FAQ.